Was tun mit Wollresten? – Ideen jenseits des Topflappens

Wollreste – jede Strickliesel hat sie, kaum eine weiß so richtig etwas mit ihnen anzufangen, die meisten heben sie auf mit dem Gefühl im Bauch, sie seien zu gut zum Wegwerfen, was sie ja auch sind. Was also tun mit all den Knäuelchen, Babyresten und einsamen Überresten eines besonderen (und daher schwer zu kombinierenden) Garnes?

In den letzten Wochen habe ich diese Frage im Netz recherchiert und viele schöne Ideen zur Verarbeitung von Wollresten gesammelt. Instagram hat sich hierbei einmal mehr als Goldgrube erwiesen und wenn man einmal weiß, wonach man sucht, ist auch Ravelry sehr ergiebig, finde ich. Bei mir zu Hause finden sich Wollreste unterschiedlichster Couleur aus verschiedenen Projekten, vieles gekauft, vieles geschenkt bekommen, manches bei Oma mitgenommen, manches getauscht und manch wildlaufendes Häuflein Wolle aufgenommen, wenn es keiner mehr wollte, weil ich das Elend nicht mit ansehen konnte. So. Und ganz schnell ist der Vorratsschrank voll und mehrere Projektbeutelchen fliegen herum. Ich stricke so schnell ich kann gegen die Wollmengen an und habe neulich überrascht festgestellt, wie sehr sich die Stauraumsituation in der Wohnung entspannen würde, wenn nur all die Reste weg wären. Daher meine Recherchearbeit, die ich hier gerne mit Euch teilen möchte.

Mit vielen Resten kann man natürlich sehr schön Hosen für Kinder stricken (hierzu gefällt mir das Angebot von Pickles sehr gut), Ringelpullis, Schals oder Tücher.

Mit weniger ergiebigen Resten lassen sich Spülllappen stricken, gerne aus Baumwolle (hierzu haben meinefabelhaftewelt und maschenfein kürzlich gebloggt). Ich selbst sitze gerade an Zugluftstoppern, die aus diversen Resten zusammengeringelt werden. Hierzu stricke ich rund, stopfe und schließe die Enden. Mir fällt erst mit Kind so richtig auf, wie sehr es bei uns in der Wohnung unter den Türen und zwischen den Fenstern durchzieht, und da unsere Altbaufenster unterschiedliche Größen haben, für die es keine Zugluftstopper zu kaufen gibt, mache ich eben selber welche. Ebenfalls mit Kind kam mir neulich eine weiter Idee der Resteverwertung – ich habe nämlich dreieckige Sabbertücher gestrickt, die ihr bei mir auf Instagram sehen könnt.

Bei annaetlespetiteschoses kann man sehen, was für hübsche Stirnbänder aus Resten zu stricken sind, gratis auf Ravelry. Desweiteren bieten sich natürlich die altbewährten Restetäschen an, bei denen man einfach ein langes Rechteck zur Tasche schließt und mit Knopf versieht. Die fleißigen unter Euch nähen vielleicht noch einen Futterstoff rein. Solche Taschen sind immer gut für Strickzubehör oder Krimskrams, der in der Handtasche herumwuselt. Ich habe aus Baumwollresten auch schon diverse Brotkörbe gehäkelt, wenn mir die üblichen Topflappen zu langweilig waren. Wenn der Rest kleiner oder der Bedarf ein anderer ist, bieten sich auch kleinere Körbe fürs Bad, für den Schminktisch oder für Kinder an.

Mit ganz kleinen Resten kann man, wie ich finde, gut winzige Fäustlinge und Söckchen für die Kinder stricken. Aus Sockenwolle werden auch mit den kleinsten Fitzelresten wunderschöne Memoryblankets oder Sockyarnblankets, für die es die Anleitung kostenlos auf Ravelry gibt. Genausogut kann man aus Sockenwollresten natürlich die sogenannten scrappy socks machen, in denen man Rest an Rest strickt und dadurch ein wildes Geringel erhält. Beides, scrappy socks und Sockyarnblanket, habe ich gerade gestrickt oder noch auf den Nadeln.

Ebenfalls auf Ravelry habe ich die kostenlose Anleitung für den Bluebird of happiness gefunden, ein kleines Wollvögelchen, das man gut zur Deko oder als Geschenkanhänger nutzen kann. Auch für Häkelsterne findet man allerlei Anleitungen im Netz, die sicherlich für Weihnachten schön sind. Entweder am Baum oder im Fenster oder als Untersetzer am Weihnachtsabend – davon liegen bei uns auch ein paar in der Schublade. Untersetzer ist da ohnehin ein Stichwort, es gibt nämlich alle möglichen Varianten davon, gestrickt oder gehäkelt, die sich gut aus Resten machen lassen. Ich finde es ja auch immer sehr hübsch, wenn nicht alle aus dem gleichen Garn sind, sondern wild miteinander gemixt. So sind die Tassen, die man darauf abstellt, ja auch oft gemixt, bei mir jedenfalls.

Da ich dem Blog annaetlespetiteschoses folge, habe ich gesehen, wie Anna aus kleinsten Wollresten Rechtecke strickt (in jedem Muster außer glatt rechts) und diese dann mit der gleichen Wolle um Haarspangen wickelt und so verziert. Geht auch mit Haargummis und ist sehr süß für kleine Mädchen.

Für die fitzeligsten unter den Resten bleibt besonders zur Weihnachtszeit immer die Option, sie zu einer langen Schnur zu häkeln, in der sich einfach Luftmasche an Luftmasche reiht, um diese dann als Geschenkband zu verwenden. Das gibt dann schon einen kleinen Vorgeschmack, falls Ihr etwas Selbstgestricktes verschenken solltet 🙂 In diesem Sinne: Frohen Rest!

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