Montagsideen #6

Einen wunderschönen und inspirierten Montag in die Runde! Es weihnachtet wie verrückt und hier kommt mein vermutlich schon letzter Montagspost in diesem Jahr.

Neulich schrieb ich hier auf dem Blog übers Stricken und Muttersein und wie diese beiden für mich verknüpft sind. Wer Lust hat, schaut mal rein. – Ich bin beim Schreiben meiner Dissertation oft geprägt von Selbstzweifeln. Ist meine These stark genug? Sind meine Gedanken und meine Forschung überhaupt originell? Und wie soll ich dieses Großprojekt jemals zuende bringen? Wenn ich aber stricke sind, auch ohne Anleitung, keine Selbstzweifel vorhanden. Was kann im schlimmsten Fall passieren, außer dass ich ribbeln muss? Und das fertige Strickstück zu waschen, spannen, verschenken oder anzuziehen ist so eine direkte Bestätigung und Freude, dass auch dort kein Raum für Zweifel bleibt. Wenn mir eine Farbe nicht gefällt, verschenke ich das Teil an eine Freundin, der es steht, und stricke nochmal neu in einer anderen Farbe. Probieren geht über studieren – warum ist dieses Motto nur niemals auf das tatsächliche Studium anwendbar?!

Ein weiteres Thema (und richtiggehendes Hobby), das mich ständig beschäftigt: Ausmisten – jetzt ist es doch geschehen… Neulich postete ich hier noch, wie ich durch Frl. Ordnungs Post (plus wiederum motivierendem Bericht einer anderen Ausmisterin) zum täglichen Ausmisten motiviert wurde und dass bei Wolle aber der Spaß aufhöre. Das habe ich sicherlich auch genauso gemeint. Allerdings musste ich freitagabends auch mal die Wollresteberge, die in meinem Schlafzimmer im Weg rum stehen, etwas nüchterner betrachten, und erkennen, dass viele der angesammelten Knäule noch lange, lange dort werden liegen und auf ihren großen Moment warten müssen. Keine Ringelpullis und keine kleinen Kindersachen werden so schnell aus ihnen werden, daher habe ich mir, bevor mich der Mut verließ und das Kind das Schlafzimmer völlig auf links gedreht hatte, eine große Papiertüte geschnappt und fleißig aussortiert. Die Tüte stand noch ein paar Tage an derselben Stelle, weil ich nicht wusste, wohin damit. Wegschmeißen geht ja nicht! Und ich muss sehr über mich heimlichen Messi lachen, weil ich abends im Bett lag und im Kopf nach Projekten für diese armen, für unsexy befundenen Knäule suchte. Man ist eben doch simpel gestrickt 😉 Mittlerweile sind sie aber zur Schwiegermutter gezogen, die nun ihrer Grundschulkunstlehrerfreundin neues Bastelmaterial liefern kann. Und wie schön das aussieht, dass im Schlafzimmer etwas weniger rumsteht! Ich sag’s Euch…

Denn so ist es ja mit all dem Zeugs, das sich ansammelt: Es frisst Energie! Besonders im Schlafzimmer möchte man Ruhe und Freiraum und nicht Überflüssiges herumstehen sehen. Also musste ich mich trennen um des Nachts ungestörter schlafen zu können und, letztlich, um mehr Energie für aktuelle Strickereien zu haben 🙂

In Sachen Weihnachtsgeschenke Stricken bin ich erfreulich weit gekommen. Die Girlande für das Cousinentöchterchen ist fertig und übermütig schnell eingepackt, sodass keine Zeit zum Fotografieren blieb. Die roten Socken für den Bruder sind auch fertig – die Wunschfarbe schlummerte ja zuuufällig in meinen Voräten. Darüber hinaus verschenke ich ein wunderschönes pinkfarbenes Mohairtuch, das mir selbst galt, mir aber leider irgendwie nicht steht. Und zweifarbige Handstulpen (hier seht Ihr sie auf Instagram) für einen Januargeburtstag sind auch schon fertig, denn über die Feiertage wollte ich frei haben und nur für mich stricken. Vermutlich einen Pulli, denn Pullis sind jetzt großes Thema bei mir, wie ich hier schrieb. Da darf ich dann also vor den Feiertagen noch schön viel Wolle kaufen gehen – jippie – muss mich allerdings ran halten, denn lange lassen die ja nicht mehr auf sich warten.

Immer noch stricke ich, so oft es geht, an meinem Tuch Tialda weiter. Auf Instagram seht Ihr den (langsamen) Fortschritt.

Außerdem brauchte es zu Weihnachten endlich mal Julekuler nach Arne & Carlos, denen Ihr hier beim Entstehen zusehen könnt:

Sie machen sich auch schön als kleine Geschenke oder Anhänger für größere Geschenke, je nachdem, wie aufwändig es sein soll. Ich bin immer noch dabei, weitere Kugeln zu stricken, denn wie die Herren Erfinder sagen, sind sie „highly addictive“ und außerdem gibt es so viele schöne Motive, da weiß man ja gar nicht, wohin mit sich. Dieses Video hat mich nochmal daran erinnert, wie Arne & Carlos ihre Fäden vernähen und überhaupt das gesamte Finish der Kugeln organisieren, daher ist es wirklich hilfreich. Es ist natürlich auch sehr witzig, aber ich muss immer lachen, wenn ich die beiden sehe. Sie sind einfach herrlich.

Dieser Tage habe ich selbstgestrickte Socken und Mützen in der Suppenküche abgegeben, wo sie hoffentlich fröhliche Abnehmer finden. Jetzt, wo ich mit Kind nicht mehr jede Woche den ganzen Abend in der Suppenküche mitkochen kann, bin ich aufs Stricken für die Bedürftigen umgestiegen, was wirklich Spaß macht. Kann ich wärmstens empfehlen, denn es gibt immer jemanden, der ein bißchen Wärme gebrauchen kann, zwischenmenschlich und an den Füßen.

In diesem Sinne frohes feiertägliches Stricken, ob für Euch oder für andere! Und kommentiert gerne, ob Ihr Strickvorsätze fürs neue Jahr habt oder Bereiche wie das Pulloverstricken, die Ihr endlich auch erobern wollt. Das interessiert mich brennend 🙂

Verlinkt bei Auf den Nadeln Dezember

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s