Fortschritte bei meinem Battersea Oberteil oder: Der Kampf mit Lamana Cosma

Neulich habe ich voller Elan mein Battersea summer gansey nach einer gratis Anleitung von KnitBugVal angefangen, hier hatte ich darüber berichtet. Die Wolle musste sommertauglich sein, also fiel die Wahl auf Lamana Cosma mit 60% Baumwolle:

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Die Farbe finde ich wunderschön, doch beim Stricken streite ich mich ganz schön mit ihr herum. Ich finde es schwierig, eine anständige Fadenspannung hinzubekommen, und hatte anfangs so lockere linke Maschen in meinem Gestrick, dass ich ribbeln und noch mal auf Anfang gehen musste. Linke Maschen mag ich ja sowieso nicht besonders, aber beim Battersea kommt es leider ziemlich auf sie an.

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Mittlerweile bin ich nach der Raglanschräge an der Stelle angekommen, an der die Arme stillgelegt werden und der Rumpft glatt recht heruntergestrickt. Hört sich langweilig an, ist mir aber tausendmal lieber, als die Reihen linker Maschen oder re/li-Muster, die ich doch eher krampfig finde. Das Design gefällt mir allerdings sehr, daher möchte ich das Oberteil unbedingt stricken. Manchmal muss man eben auch ein bißchen leiden. Wenn das Teil am Ende sitzt und passt, stricke ich mit Sicherheit noch ein zweites – und mit Sicherheit aus einem anderen Garn.

Es ist wohl nicht Lamanas Schuld, dass ich an meinem kurzen Feierabend in Kämpfe verwickelt werde und mir nach dem Stricken die Finger sehr wehtun. Vielmehr scheint es mir Baumwollgarn an sich zu sein, Hersteller egal. Ich werde in Zukunft einfach in großen Projekten keine Baumwolle mehr verstricken. Für den Sommer gibt es ja auch Alternativen: Bambus, Mais und Leinen oder kostspieliger: Seide und Kaschmir. Oder aber ich stricke lange Ärmel an und trage das Stück im Winter, dann tun sich auch wieder völlig neue Türen bei der Wollsuche auf.

Beim Stricken des Rumpfes werde ich folgendes ausprobieren: Ann Budd gibt im Fruity Knitting Podcast (am Ende von Episode 22) den Ratschlag, bei einem glatt rechts in Runden gestrickten Oberteil seitlich je eine linke Masche einzuarbeiten, damit dort eine Art falsche Naht entsteht, wo bei anderen, zusammengesetzten Oberteilen eben eine wäre. Die Naht ist zwar immer lästig, hat aber natürlich den unschlagbaren Vorteil, dass sie dem Oberteil eine Form gibt, die auch über die Jahre beständig ist. Bei RVO-Konstruktionen kann das anders aussehen und offenbar ist eine solche falsche, angedeutete Naht hilfreich. Ich habe keine eigenen Erfahrungswerte – habt Ihr welche?? -, werde sie aber ausprobieren, diese Naht.

Im Übrigen hat mein Blog in diesem Monat schon die meisten Klicks seines Lebens erfahren, also ein herzliches Dankeschön an alle LeserInnen und ich hoffe, Ihr hattet beim Klicken und Lesen auch ein bißchen Spaß! Kommentiert immer gerne und ich komme auch auf Eure Blogs gehüpft 🙂

Verlinkt bei Auf den Nadeln – April.

 

 

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