Montagsgrübeleien

Meine Montagsideen drehen sich diesmal um meinem Stash. Ich habe nämlich in meinem Stash eine kleine Sammlung, bestehend aus vier Strängen Cascade Yarns „Heathers“, die ich 2014 bei Knitty City in New York gekauft habe. Das Material ist 100% Peruvian Highland Wool und suuuper weich. Ich habe damals auch einen Schal aus der Wolle gestrickt, der mir jedoch nicht so richtig gefällt. — Nie getragen. Außerdem habe ich noch einiges an Wolle übrig:

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Das Gestrick ist allerdings wunderschön und die Wolle ganz traumhaft in ihren Farben, denn es laufen sehr zart noch andere Farben mit und geben jedem Knäuel einen Schimmer:

 

Ich suche also schon seit einer Weile nach einem passenden Projekt. Dieses hier könnte es sein: Der Ice Cream Shawl von Lisa Hannes, auch wenn mir eine richtige Kontrastfarbe fehlt. Ich habe die Anleitung sofort gekauft und mit der Wolle zusammen eingetütet und bereitgestellt, doch so richtig sicher bin ich mir noch nicht.

Was meint Ihr: Eine Kontrastfarbe dazukaufen oder ein eher kontrastarmes Tuch stricken? Mir scheint gerade Ice Cream für Kontraste gemacht… Hach!

Oder doch ganz neue Wolle kaufen und aus der Cascade erstmal das Patchworktuch von Marisa stricken, das ich schon lange auf meiner Liste habe? Die Dreiecke könnten in den Farben toll aussehen… Ich glaube fast, dass mir diese Anleitung hierfür besser gefällt.

Mein Battersea summer gansey

Ich sagte ja neulich schon, dass ich mit KnitBugVal eine Designerin aufgetan habe, die ich sehr mag. Ihr Sommeroberteil Battersea habe ich an ihr gesehen und sofort geliebt. Bei Wollen Berlin gab’s die passende Wolle in der Wunschfarbe Petrol. Das Garn is Lamana Cosma, eine Mischung aus Baumwolle und Modal, also sommeroberteiltauglich.

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Allerdings hat es natürlich einen Grund, dass ich äußerst ungerne Baumwolle verstricke, denn das Garn flutscht mir immer wahnsinnig durch die Finger, sodass ich Mühe habe, die Maschen eng und gleichmäßig zu stricken. Auch so bei diesem Projekt… und das, obwohl ich nie Probleme mit Fadenspannung habe (oder zumindest schon lange nicht mehr).

Ich hatte natürlich eine Maschenprobe gemacht, diese allerdings dummerweise flach und nicht rund gestrickt, was der erste Fehler war. Im Nachhinein sehe ich außerdem, dass es eine gute Idee gewesen wäre, die verschiedenen Musterreihen, die im Oberteil aus rechten und linken Maschen zusammengesetzt werden, einmal in der Probe (und in Runden!) anzustricken, denn ich habe dann nach 2/3 der Raglanschräge festgestellt, dass mir die Fadenspannung im Musterverlauf nicht gefällt. Das Gestrick wurde mir einfach zu unregelmäßig. Hier auf meinem Instagrampost kann man es ein bißchen erkennen (obwohl ich beim Posten noch enthusiastisch war ;)).

Also aufribbeln bis zum Bündchen und nochmal anfangen. Bei einer glatt rechten Reihe lege ich den Faden nur einmal über den rechten Zeigefinger und führe ihn. Wenn aber eine Reihe gestrickt wird, die aus linken oder zum Teil aus linken Maschen besteht, wird der Faden jetzt einmal um den Finger gewickelt – so hier:

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Ihr könnt meine Fortschritte auf Instagram verfolgen sowie, falls jemand auch Lust bekommt, Battersea zu stricken, Einzelheiten auf Ravelry nachlesen. Dort bin ich lange Zeit überhaupt nicht aktiv gewesen, sondern habe es hauptsächlich als eine Platform für die Suche von Strickanleitungen genutzt. Jetzt möchte ich allerdings auch anfangen, ein paar meiner Projekte dort zu listen, denn die Bemerkungen und Änderungen anderer Stricker finde ich doch ziemlich hilfreich, wenn ich ein Design selbst nachstricken möchte.

So weit bin ich gestern abend nach dem Ribbeln gekommen (und deutlich zufriedener als zuvor):

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Auf meiner Wunschliste für ein weiteres Frühlingsprojekt stehen diverse Pullover von Joji Locatelli, zum Beispiel der hier, der oder dieser. Im Kopf suche ich schon unentwegt nach Farben und Garnherstellern und kann es nicht so recht abwarten…

Als zweites Projekt habe ich gerade einen Teststrick für Rebekka auf den Nadeln. Sie hat Socken designed, die sie hier zeigt. Bei mir sehen sie bislang so aus: Links seht Ihr die Rückseite, die mir fast besser noch gefällt, als die Vorderseite, und rechts guckt die Vorderseite durch (in sehr zögerlichem Licht):

Ich stricke also etwas Frühlingshaftes und etwas Winterliches, passend zum Aprilwetter, und verlinke beides bei Marisas Auf den Nadeln April.

 

 

 

 

 

 

Montagsideen #9

Herzlich willkommen zu meinen Montagsideen! (…endlich mal wieder, nach langer Pause, ähäm…)

Erst vor kurzem bin ich auf den großartigen Podcast von Fruity Knitting aufmerksam geworden und gucke jetzt beim Stricken die Folgen nacheinander durch. (Also quasi Serien-binge-watching für Stricker.) Dabei bin ich auf Valerie Miller gestoßen, eine kanadische Strickerin und Strickdesignerin, die Ihr auf Ravelry unter KnitBugVal finden könnt. Sie hat wurderschöne Designs, z.B. diese tolle Decke mit all den Mustern, die sie im Podcast auch als ihr Lieblingsteil zeigt. In dem Video, das Fruity Knitting abspielen, trägt Valerie diesen Sommerpulli bzw. dieses gestrickte T-Shirt, das ich beim Sehen schon wunderschön fand und unbedingt nachstricken möchte! Sie hat die Anleitung sogar kostenlos auf ihrem Blog, ist das nicht fein? Dieses Projekt steht ganz weit oben auf meiner Liste – und Oberteile wollte ich in diesem Jahr ohnehin vermehrt stricken.

Bei einem Sommeroberteil stellt sich allerdings die Farbe nach dem Garn… Ideen?? Ich habe Lamana Perla im Blick, wobei mir da etwas zu wenig Seide drin ist. Allerdings gibt es sie im tollen Petrol, was meine Wunschfarbe ist. Marisa hat außerdem ein schönes Maisgarn in ihrem Shop – vielleicht wäre das auch tauglich? Am liebsten wäre mir Leinen mit Seide in Nadelstärke 3,5-4. Da muss ich noch etwas suchen und werde mich bald mal bei Wollen Berlin umsehen, wo ich neulich zum schönen Stricktreff war (zum ersten Mal) und unbedingt wieder hingehen möchte.

Einen weiteren Fund habe ich bei Dreareneeknits gemacht, die ich ja als Designerin ganz toll finde. Sie hat eine neue Anleitung für ein Tuch veröffentlicht, Rose Gold, das hoch oben auf meiner Möchte-ich-so-gerne-bald-stricken-und-die-dazugehörige-Technik-dadurch-besser-beherrschen-lernen-Liste steht.

Auf meinen Nadeln befindlich sind jedoch erstmal schnelle Osterprojekte:

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Diese kleinen Osterhasen nach einer gratis Anleitung von Ella Makes hopsen mir in der schönen Star Baumwolle von Lana Grossa von der Häkelnadel. Dieses Baumwollgarn ist mein unumstrittener Liebling für solche Ornamente oder auch für Spültücher, wie ich auch neulich auf Instagram postete. Die Farben der Häschen (in meinen zwei aktuellen Lieblingsfarben des Garns) sind oben nicht so gut getroffen und ähneln eher diesem Foto:

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Einige solcher Hasen werden als Ostergeschenke an eine dekoliebende Freundin geschickt:

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Und da noch einige Hasen dazukommen werden, und auch noch Häkelherzen auf der Nadel liegen,

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verlinke ich meine Montagsideen bei Marisas Auf den Nadeln.

Hinata – mein blau-blauer Flausch

Meine Lieben, es ist vollbracht: Meine Hinata ist fertig! Hier seht Ihr sie gespannt:

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Ich muss gleich dazu sagen, dass beim Spannen wirklich Vorsicht geboten ist. Ich überlege, das Tuch erneut zu baden und zu spannen, weil ich es nach dem Spannen etwas zu glatt finde. Das schöne am Muster ist ja, dass die Hebemaschen nicht nur ein Muster ergeben, sondern auch die Struktur des Gestricks bei Hebemaschen und glatt rechts unterschiedlich ist:

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Beim Spannen geht das ganz schön verloren, obwohl ich das Tuch gar nicht übermäßig straff gezogen habe. Ein wenig muss man aber unbedingt spannen, denn sonst sieht die Abkettkante ganz labberig aus. Man muss sehr locker abketten, um das Tuch hinterher ordentlich um den Hals wickeln zu können, aber ungespannt sieht das nicht schön aus. Also vielleicht nur an der Abkettkante entlang feststecken und den Rest eher drapieren als spannen.

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Ich war anfangs skeptisch ob der Farbwahl (die auf den Fotos leider sehr unterschiedlich rüber kommt…), bin nun aber längst sehr glücklich mit meinen zwei Blautönen im Zusammenspiel und dem Kontrast, der durch die Hebemaschen zwischen ihnen entsteht.

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Die allermeisten stricken die liebe Hinata ja in schwarz-weiß, wie im Buch abgebildet, was sehr schön aussieht, mir für mich aber zu hart war. Außerdem hatte ich in meiner Strickgruppe eine so farbenfrohe und wunderschöne Version gesehen, dass ich auch was Buntes wollte. Grau und Rosa stelle ich mir auch sehr schön in einem Hinatatuch vor. …vielleicht ein Projekt für später im Jahr.

Das Tuch habe ich ja zwischendrin eine Weile ruhen lassen, weil mir die Reihen zu langatmig wurden. Es war einfach nicht die richtige Zeit für das Projekt. Nach meiner zwischengeschobenen Lotildajacke bin ich nun voller Elan zum Tuch zurückgekehrt und habe fleißig in jeder freien Minute Maschen gehoben 🙂 Das hat so, so Spaß gemacht! So saß ich vorgestern abend noch auf dem Sofa und habe beim Hinatastricken den Fruity Knitting Podcast geguckt:

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Das Tuch ist im Buch mit 9 Musterwiederholungen angegeben, doch so weit hätte meine Wolle aus dem Wollpaket von Maschenfein niemals gereicht. Nach 7 Wiederholungen (plus der Anfangsspitze) habe ich meinen Minirest des wunderbaren Garns Mohairluxe von Lana Grossa übrig. Ich hätte natürlich nachbestellen können, doch mit 7 Wiederholungen finde ich das Tuch auch wirklich groß genug. Es misst 2,15m in der Breite und 1m in der Tiefe. Klar geht’s noch größer, aber so ist es mir groß genug.

Verlinkt bei Creadienstag 🙂

 

Auf den Nadeln – Hinata

Ach Gott, schon fast April und auf meinem Blog hat sich noch kein rechter Fluss mit meinen Montagsbeiträgen eingestellt. Ich wollte Euch doch zweiwöchentlich meine auf den Nadeln befindlichen Projekte hier präsentieren und nun lacht mich mein Zeitplan irgendwie doch nur aus. Naja. Flexibilität ist gefragt, wer kennt das nicht.

Heute kommt also ein Beitrag zu meinen aktuellen Projekten, so etwas außer der Reihe, doch ich werde mich hier schon wieder irgendwann einpendeln. Nachdem ich also kürzlich meine Lotildajacke fertig gestrickt habe (hier schreibe ich dazu) und meine Waschläppchen gestrickt (hier der Klick), konnte ich endlich, endlich meine blaue Field Bag mit dem Hinatatuch in zwei Blautönen aus dem Nachttisch holen und weiterstricken.

Zuletzt war mir das doch sehr langsame Vorwärtskommen bei den Hebemaschen und sich ständig verlängernden Reihen etwas langatmig geworden und ich schwenkte auf die Strickjacke um, was ich auch überhaupts gar nicht bereue – um es mal mit Lotta auszudrücken. In meiner Strickgruppe wurde eher dafür plädiert, ein Projekt durchzuziehen, wenn erstmal angefangen, anstatt parallel zu stricken. Doch das kann ich irgendwie nicht.

Oder vielleicht möchte ich es auch nicht. Ich habe den Anspruch, dass mir das Stricken einfach Spaß macht, und möchte mich nicht diszipliniert durch ein Projekt kämpfen. Disziplin ist jeden Tag zu Genüge gefragt und ich bin zum Glück eher der disziplinierte, fleißige Typ. Doch die Zeit zum Stricken ist ohnehin knapp und die Energie ist nach einem Tag, an dem das Kind um 19 Uhr im Bettchen liegt, einfach weg. Da will ich Spaß und keine Fleißarbeit.

Wie Bücher, die man manchmal wieder zurück ins Regal stellt und plötzlich nach ein paar Wochen unbedingt lesen will, haben auch Strickprojekte ihre Zeit – und die Zeit des Hinatatuches ist jetzt gekommen 🙂 Ich stricke wie besessen daran und komme auch gut vorwärts. Seht selbst:

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Ich muss mal ein längeres Seil einsetzten, um überhaupt sehen zu können, wie weit das Tuch nach der 7. Musterwiederholung oben ist und ob ich noch weitere Wiederholungen anhängen sollte. Herzlich gerne, wenn es zuträglich ist, aber ich möchte keine Decke draus machen. Andererseits trage ich ein Tuch in solch leuchtenden Farben (sind sie übrigens nicht einfach so wunderbar?) zu schwarzen oder einfarbig dunklen Klamotten, also kann das Tuch ruhig etwas ausladender sein, sonst sieht es auch wieder merkwürdig aus. – Wie blöd, dass es gerade so toll warm wird, denn da schwindet ja die Zeit zum Tragen 😉 Vielleicht kann ich es ja zur Ostermesse tragen, da ist es nachts ja doch immer eher kalt.

Übrigens lie-hiiiebe ich diese Hebemaschen:

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Auch beim Rautenschal kommen sie so schön raus, den ich immernoch für Marisas allertollstes Design halte. (Ich sagte das bereits, ich weiß.)

Und die nächsten Projekte? Was strickt Ihr so? Ich würde mich ja gerne an einen Pullover machen, doch zunächst möchte ich noch ein bißchen Stashbusting betreiben. Ich habe noch Wolle für eine laaange Wimpelgirlande, die sich doch wunderbar zum Frühling anbietet. Und ich möchte irgenwie sehr gerne auch noch ein paar Spültücher stricken – ich freue mich einfach, wenn sie im Waschbecken liegen. Und ein paar neue Socken für mich! Das wären erstmal drei kleine Projekte, die schöne Erfolgserlebnisse liefern, wenn man gerade so ein großes Hinatatuch gestrickt hat. Aber noch ist es ja nicht so weit…

Verlinkt bei Auf den Nadeln … noch im März 🙂

Slow Knitting im Halbpatent oder: Meine fertige Lotildajacke

Der aktuelle Achtsamkeitstrend geht ein bißchen an mir vorbei, weil ich mich für einen ohnehin verhältnismäßig achtsamen Menschen halte. Ich lese auch, ohne dass mich die Flow daran erinnert, „einen schönen Satz zweimal“ und bin jeden Tag für vieles ganz bewusst dankbar. Ich war immer schon eine, die stehen geblieben ist und in den Himmel geschaut hat und nicht glauben konnte, dass alle anderen einfach ihres Weges gehen und diesen Regenbogen oder Sonnenuntergang nicht bewundern wollen.

Der Achtsamkeit gesinnungs- und artverwandt gibt es das Slow Knitting. Da wird der Fokus auf das bewusste Arbeiten einer jeden einzelnen Masche gelegt. Nicht der Fortschritt zählt, sondern das bewusste Arbeiten mit den Händen. – Kann ich nachvollziehen, aber so stricke ich nicht. Klar entspannt mich das Stricken gerade in seiner sich wiederholenden, meditativen Struktur, doch es kommt mir schon auch auf den Fortschritt an. Schließlich bin ich im Grunde meines Herzens auch eine, die sich schnell langweilt, und habe nicht nur ein Strickprojekt pro Quartal auf meiner Wunschliste. Und auch beim Vorwärtskommen kann man das Meditative am Stricken genießen.

Den Fortschritt genoss ich in den vergangenen Wochen aber eher in der Erinnerung… Ich bin schon wieder krank gewesen, bevor ich von der Grippe überhaupt richtig kuriert war. (Es sagen immer alle, dass der erste Winter, den das Kind in der Betreuung verbringt, schlimm ist, was Keime und Viren angeht. Und es stimmt! Ich war jetzt dreimal so krank, wie seit ewigen Zeiten nicht, und habe 2017 bereits das Äquivalent eines Jahresurlaubs krank im Bett verbracht. Und der März ist noch nicht mal um!) Natürlich hatte ich auch mit meiner Lotildajacke genau zu dieser Zeit ein verhältnismäßig großes Projekt auf den Nadeln.

Ich hatte ja hier schon über mein Restejackevorhaben geschrieben und bin nun – endlich – doch irgendwie fertig geworden:

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Lotilda gibt eine zarte Größe 34 in ihrer Anleitung vor, für die ich nordischer Lulatsch mit meinen 1,79 m etwas zu groß bin. Also habe ich für eine Größe 38 10 extra Maschen am Rückenteil angeschlagen und entsprechend je 5 an den Vorderteilen. Nachträglich betrachtet hätten auch weniger genügt, denn die Jacke sitzt eher weit, aber so ist natürlich auch der Schnitt. Zudem ist ein Halbpatentmuster immer eine Angelegenheit, die eher aufträgt, aber die Bündchen, die in zwei Nadelstärken weniger als der Rest gestrickt werden, verleihen dem Ganzen eine etwas plusterige Form, die mir ganz gut gefällt.

Ich habe die Reihenzahl entsprechend der Maschenzahl auch hochgerechnet und habe so 118 Reihen über dem Bündchen gestrickt. Lediglich bei den Ärmeln habe ich die originale Zählung behalten und 70 Reihen bis zum Bündchen gestrickt. Das schien mir genug. Ich finde es an dieser Jacke und Tanjas Design ja gerade so schön, dass sie kurz ist und eher kurze Ärmel hat – das hebt die Schwere des Halbpatents auf und macht die Jacke unbeschwert und modisch.

Mit dem Farbmix meiner Resteverwertung bin ich soweit ganz zufrieden. So in etwa hatte ich mir das vorgestellt.

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Trotzdem wäre die Jacke einfarbig wie bei Lotilda im Original sicher auch super. Da sie bald einen KAL starten möchte, könnte ich natürlich einfach nochmal mitstricken 🙂 Ich bin allerdings sehr froh, dass meine Reste jetzt endlich ein schönes Projekt gefunden haben und nicht mehr in der Kiste warten müssen. Von Anfang an habe ich mir gesagt, dass ich die Jacke auch einfach am Schreibtisch tragen kann, wenn sie mir nicht so gefallen sollte. Dort sitze ich ja viel und oft und lang und überhaupt. – Wo jetzt ihr Haupteinsatzgebiet liegen wird, mehr so outdoors oder indoors, das wird sich noch zeigen, aber dieser Kuschelhaufen gefällt mir:

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Ich sage jedenfalls Danke an Tanja für die Gratisanleitung und halte die Augen im Netz offen nach anderen Varianten der Jacke; bald wird es ja bestimmt viele geben. Macht alle mit beim KAL und kuschelt Euch selbst auch in schönen Halbpatentflausch!

Dieser faustgroße Rest blieb übrigens nach dem Vernähen übrig:

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Jetzt geht meine Jacke baden und dann wird losgekuschelt. Ich stricke jetzt zum Runterkommen und als schnelle Projekte ein paar Spültücher und Waschlappen und endlich auch mal weiter an meinem Hinatatuch von Maschenfein – ein weiterer Flauschberg, aber dazu bald mehr 🙂

Verlinkt bei Dienstagsdinge, creadienstag & Handmade on Tuesday.

 

 

 

 

 

 

 

 

Spültücher und Waschlappen stricken

Ich bin verliebt! Zunächst ein Fehlkauf habe ich mir gestern meine zwei Knäuel Bergere de France aus dem Schrank geholt, damit endlich etwas aus ihnen wird. Ich konnte sie da nicht mehr so traurig und halbgeribbelt liegen sehen und wollte ein paar schnelle Hebemaschen stricken, nach Sandras Strickmuster aus ihrer Spülreihe Designhoch12.

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Die Wolle ist genau starr genug, um zu rubbeln, aber nicht zu hart, sodass man sie auch als Waschlappen oder Gesichtsrubbelchen verwenden kann. Was das Material angeht, bin ich gespannt, denn das Garn besteht zu je 50% aus Wolle und Baumwolle. Nicht zu heiß waschen also. Die Mischung fühlt sich allerdings so toll an, dass ich nicht widerstehen kann, die Läppchen bei ihren verschiedenen Waschaufgaben zu testen.

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Das kleine Hebemaschenmuster finde ich total hübsch und wiederhole mich, wenn ich sage, dass die Einfachheit der Hebemaschen genauso überzeugt, wie ihr immer wieder toller Effekt! Ich finde die Kombination mit hellem Grund und lila Tupfen schöner, um mich herum wird allerdings das Negativ dem Positiv vorgezogen 🙂

Ich muss weiter stricken. Das Muster macht süchtig!

Verlinkt bei Auf den Nadeln März.