Mein Featherweight

Ihr Lieben, endlich habe ich, wie hier schon angekündigt, eine Strickjacke in Erwachsenenformat auf den Nadeln: Den Featherweight Cardigan von Hannah Fettig. Die Wolle kommt von A Homespun House. Es handelt sich um Mollys Farbe „Water Reservoir“ auf ihrer gold stellina base. Ich habe zugegebenermaßen nicht gewusst, was genau sich hinter „gold stellina“ verbirgt, und musste dann lachen, als ich Glitzerwolle ausgepackt habe. In meiner Vorstellung war es eine bestimmte Art der Wolle, Zusammensetzung oder Verzwirnung. Aber natürlich ist es viel einfacher und naheliegender, wie so oft.

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Ich finde aber die Kombination aus Blau und Gold immer sehr schön und habe sofort beschlossen, nicht weiter zu zögern und meine Jacke anzuschlagen. Man kann sich auch zu Tode grübeln, und ich wollte doch endlich mal ein Oberteil für mich anfangen. Noch dazu finde ich die Farb- und Glitzergebung gut als Farbklecks für ein schwarzes Outfit (zumal in der Weihnachtszeit), wobei ich es mir gleichzeitig mit einem farbigen Oberteil darunter vorstellen kann. Flexibel und somit alltagstauglich, da kann dann kaum etwas schiefgehen.

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Gestrickt im Übrigen mit Knit Pro Holznadeln, auch wenn es auf dem Foto nach Zing aussieht…

Oft denkt man, man käme nur im Schneckentempo voran. Oder Mama hat nur hier und da Zeit für eine Reihe und kommt gefühlt nicht aus dem Knick. Mir hilft es, einen progress keeper an meine Arbeit zu hängen, wenn ich die erste Reihe des Tages stricke. Am nächsten Tag sehe ich dann, dass ich doch ganz schön weit gekommen bin und mein gefühlter Nichtfortschritt ganz falsch war. So sieht das dann aus, 5 Tage in Folge:

Im ersten Bild sieht man noch die (erstmalig in meinem Leben) gezogene Lifeline aus Zahnseide, und ich entschuldige mich für die etwas schmuddelige Farbgebung der unteren Bilder, die einzig dem abendlichen Schummerlicht auf dem Sofa geschuldet ist. In echt ist die Farbe ziemlich genau wie oben links.

Ich bin nach den in der Anleitung angegebenen Maßen des Brustumfangs gegangen und durfte nach dem Separieren der Armlöcher feststellen, dass das Jäckchen doch sehr eng geschnitten ist. Ich hatte meine Maschenprobe zuvor ganz brav gewaschen und gespannt und bin mit einer zarten 3er Nadel auf die richtigen Maße und das schönste Erscheinungsbild gekommen. Daraufhin habe ich einen 35,5 inch Umfang angeschlagen und wäre sicherlich mit einer Nummer größer auch hingekommen. Allerdings ist es schön, eine Jacke zu haben, die, wie es auf Englisch so schön heißt, „fitted“ ist. Und vielleicht stricke ich ja noch eine zweite Featherweight in einer Nummer größer, damit ich zwei unterschiedliche Passformen habe. So weit bin ich jedenfalls aktuell:

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Strickjacken kann man ja auch mit fortgeschrittenem Babybauch anprobieren und sich dann den Brustkorb etwas schmaler denken. Vorne seht Ihr vielleicht, dass die Jacke nicht sehr weit über Brust und Bauch reicht – hier wird dann ein langer Abschluss angestrickt, der den Kragen und eine Art Blende ergibt.

Die Anleitung ist bislang sehr einfach und eingängig und ich kann sie jedem wärmstens empfehlen! Habt Ihr liebste Strickjackenanleitungen? Ich möchte so gerne noch mehrere stricken und bin für alle Tips und Erfahrungswerte dankbar. 🙂

 

Verlinkt, einmal mehr, bei Auf den Nadeln November.

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Want-to-knit-list 2018 — Vom Wollen und Müssen

Ich habe aufgehört, immerzu to-do-Listen zu erstellen. Das heißt, ich erstelle immer noch täglich Listen, weil sie mich beruhigen und mir Struktur geben, aber die gemeine to-do-Liste vermittelt einem immer einen gewissen Zwang und zeigt am Abend vorwurfsvoll, was man alles versäumt hat, wo man strukturell versagt hat und zu wenig effizient war.

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Mein Kalender für 2018 ist ein guter Begleiter beim Listenerstellen und Ausloten der eigenen Prioritäten

Daher werden meine should/have-to-do-Listen mehr und mehr zu could/want-to-do-Listen. Ich möchte heute diese und jene Dinge erledigen und könnte meine Zeit so oder so nutzen. (Ich möchte also heute das Bad putzen, damit es mich nicht nervt, dass es dreckig ist. Ich muss das aber keinesfalls tun, denn die Welt dreht sich weiter, auch wenn ich die Zeit mit etwas Anderem verbringe.) – Ich muss erstmal überhaupt nichts.

Und schon gar nicht beim Stricken, doch auch da kommt manchmal ein gewisser Druck auf: Ich wollte doch schon längst mit dem Tuch fertig sein und sollte doch unbedingt noch diese Babyhose vor Weihnachten stricken. Und überhaupt: Weihnachten! Ich muss doch noch die und die Socken fertig kriegen (oder überhaupt anfangen) und den Puppenschal und die Kuscheldecke und Ornamente und immer so weiter.

 

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Nein, ich stricke ja zu allererst um des Strickens willen, weil der Prozess mir Spaß macht und die Aktivität als solche mich im Alltag ausgleicht. Zwang ist da fehl am Platz, und wenn nicht jedes Familienmitglied etwas Selbstgestricktes bekommt, habe ich nicht versagt, sondern meine Prioritäten einfach nach meinem jeweiligen Tagesverlauf ausgelegt. So, wie es schließlich jeder tun sollte, Stricker oder nicht. Es freut sich niemand über Socken, die ich aus Pflichtgefühl und Listenhörigkeit gestrickt habe, sondern sie sind nur dann ein schönes Geschenk, wenn sie mit Liebe und Ruhe entstanden sind.

Mein inneres Listentier hat aber natürlich schon längst eine Strickliste fürs nächste Jahr angelegt – mein Strickherz freut sich, aber mein Kopf ermahnt alle, dass es eine Wunsch- oder Vorfreudenliste ist und keine vertragliche Verpflichtung. Der Gedanke, diese Dinge im nächsten Jahr womöglich zu stricken, macht mich froh und zappelig, dass es doch endlich losgehen möge mit folgenden Dingen:

…möchte ich gerne zuende stricken, wobei ich den Cardigan noch im November anschlagen werde. Ich plane also in der doppelten Zukunft 😉 (Und zum Patchworktuch gibt es dann auch bei Gelegenheit Fotos.)

Des Weiteren:

  • einen Pullover für den zweijährigen Sohn
  • einen Emilbody für den Minimann
  • mindestens einen Pullover für mich
  • den Meandering Shawl von Stephen West
  • ein paar Projekttaschen möchte ich nähen

Das ist fürs erste überschaubar, doch sind größere Projekte dabei, die Zeit fressen. Noch dazu kann ich schwer einschätzen, wieviel Zeit mir in den nächsten Monaten mit einem Neugeborenen zum Stricken bleibt. In meiner Vorstellung ist es nicht unbedingt weniger als jetzt, aber da verschaukelt man sich ja auch gerne mal selber. (Und die Erfahrung mit Kind Nummer eins zeigt: ALLES steht und fällt damit, wie gut und wieviel ein Kind schläft. Machen wir uns nichts vor.)

Soweit also meine Wunschplanung, ohne muss und soll, sondern, wie es sich für eine Schwangere gehört, mit viel Liebe und Vorfreude aus dem Bauch heraus.

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Plant Ihr auch schön fürs nächste Jahr?? Welche Projekte? Und mit wieviel Ambition? Das würde mich brennend interessieren!

Christmas at Hogwarts und eine kleine Reise nach Pisa

Wie hier schon gezeigt, habe ich Mollys diesjähriges Weihnachtsgarn gekauft, ganz einfach, weil ich dem Namen „Christmas at Hogwarts“ nicht widerstehen konnte. Sie hat in mir offenbar eine willige Zielgruppe gefunden, und ich war dann auch sehr glücklich mit dem Überraschungsgarn. Niemand kannte im Moment des Bestellens schließlich den Farbverlauf oder die Farbgebung.

Ich habe die Wolle tatsächlich für Weihnachtssocken verwendet, die ich mir selbst in diesem Jahr zu meiner liebsten Herbstzeit schenke, wo doch dieses Jahr und die Wochen des Wartens auf das zweite Kind so besonders sind. Warme Füße hatte ich bislang in beiden Schwangerschaften nicht, ohne nachzuhelfen, daher war das Paar Socken eine doppelt und dreifach gute Idee.

So sehen die beiden Socken aus, mit extra langem Bein, wie ich es am kuscheligsten finde:

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Ich habe einige Tage gewartet, in der Hoffnung, es würde etwas heller werden, doch vergebens. Nun kann ich Euch leider nur schummerige Fotos präsentieren, aber so ist es eben im Herbst…

Das Muster ist für interessierte Probestrickerinnen offen – gerne einfach hier in den Kommentaren oder über Instagram bei mir melden.

Neben der Garnneuanschaffung habe ich auch in meinem Stash gekramt und einen zarten Vorrat von 3 Knäulen Schoppelwolle hervorgeholt, den ich vor einem Jahr bei Mylys erstanden und dann aber doch nie in den erdachten Babypullover verwandelt habe. Nun soll ein Oberteilchen her, zwar für ein anderes Baby (nämlich meins), aber aus eben dieser schönen, farbenfrohen und wirklich weichen Wolle. Schoppel empfinde ich in der Farbgebung oft als sehr fröhlich und kindertauglich.

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Da sieht man mal, wie unterschiedlich der Farbverlauf bei zwei Knäulen wirkt, wenn auch das obere schon sehr geschrumpft ist.

Die Farbe heißt Englischer Garten. Sehr schön auch die Warnung im roten Kästchen 😉 (Und wir alle wissen, dass Ringeln stricken noch viel süchtiger macht, als alles andere…)

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Gestrickt wird das Modell Pisa aus dem Buch Mama strickt, das ich wunderschön gestaltet finde und das tolle Anleitungen enthält. Ich hatte, wie Ihr seht, schon tausend Zettelchen ins Buch geklebt, doch noch nichts angeschlagen, und nun ist es endlich so weit.

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Das Jackenmodell seht Ihr hier im Buch:

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Die Namensgebung der Jacke finde ich sehr schön, denn in Pisa habe ich studiert und verbinde schöne Erinnerungen mit der Stadt. Nun kann sie im neuen Gewand und als neues Gewand unser Winterbaby warmhalten:

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Das Rückenteil

Alle fertigen Teile rollen sich ein und sind natürlich noch nicht gewaschen und gespannt, aber hier sehr Ihr trotzdem, wie weit ich bislang bin:

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Ein angefangenes und ein fertiges Vorderteil neben dem Rückenteil

Die kleine Zimtrolle ist mein niegelnagelneuer Maschenmarkierer/Progresskeeper von Sucre Sucre Miniatures, den ich zum Geburtstag von der liebsten Strickfreundin geschenkt bekommen habe. (Dabei fällt mir ein, wie aufgeregt ich auf das Wollwichteln bin…!)

Damit die Mama währenddessen auch nicht frieren muss, schlägt sie sich alsbald einen Featherweight Cardigan von Hannah Fettig an. Wenn die Wolle von Molly geliefert ist, geht es los! Also morgen – oder vielleicht, vielleicht schon heute??

Diesen Beitrag über etwas Fertiges, Entstehendes und Geplantes verlinke, einmal mehr, ich bei Maschenfein und Creadienstag.

Auf den Nadeln im November

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da… und bringt uns allen Erkältung und Ermüdung. Trotzdem freue ich mich über meine liebste und kuscheligste Jahreszeit, mache die Duftlampe an und stricke fürs Wohlgefühl und aus meiner riesigen Vorfreude auf Weihnachten. (Seit heute könnt Ihr Euch zum Wollwichteln bei Katha anmelden, um die Weihnachtszeit noch schöner zu gestalten!)

Auf den Nadeln befindlich sind Advents- oder Weihnachtsprojekte, ein Babyprojekt und ein Tuch für mich ganz allein, das ich schon lange stricken wollte. (Die finished objects des letzten Monats konntet Ihr ja hier schon sehen.)

Zunächst ein Blick auf mein Cozy Memories Blanket, das ich fürs Baby stricke:

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Es wächst gemächlich (so wie das Kind) und wird mit Erinnerungen an viele schöne Strickprojekte gefüllt – cozy memories eben.

 

Das zweite Weihnachtsprojekt ist ein Adventskalender für den großen Sohn, der seinen dritten Advent nun bewusst erleben wird, sodass ich mich ein bißchen ranhalten muss…

Etwas mehr Kontrast könnte nicht schaden, weshalb ich manche Farbkombination mit Silberfaden arbeiten werde. Die Anleitung gibt es gratis auf Ravelry, wenn auch nur auf Nordisch, doch sie ist so selbsterklärend, dass man sich da ranwagen kann. Man strickt also 24 Handschuhe mit verschiedenen Mustern und den fortlaufenden Zahlen, in die dann kleine Geschenke gepackt werden. (Die Betonung liegt hier wirklich auf klein, es sei denn, Ihr strickt mit 5er Nadeln.) Die Handschuhe sind noch nicht gedämpft und sehen daher noch etwas wubbelig aus, doch das wird sich hoffentlich geben.

Ein Weihnachtsprojekt für die Mama ist auch auf den Nadeln, denn die hat sich bei Molly von A Homespun House das Weihnachtsgarn Christmas at Hogwarts gewünscht. Das Potterhörbuch läuft, die Nadeln klappern und schöne Mamaweihnachtssocken mit superlangem Bündchen entstehen:

Das erste Mal seit langem stricke ich kein Käppchen oder Fish Lips Kiss, sondern einen amerikanischen heel flap, was zunächst gewöhnungsbedürftig ist, aber eine schöne Passform hervorbringt:

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Ein langer Spickel kommt meinem hohen Spann entgegen. Und auf dem Foto könnt Ihr auch nochmal den Farbverlauf sehen. Ich hatte einen anderen Farbverlauf erwartet, doch je länger ich an der Socke stricke, desto verliebter bin ich. Das Garn fasst sich auch ganz wundervoll an, wie bislang alles, was ich bei Molly gekauft habe. Das, was nach zwei Socken übrig bleibt, kommt natürlich in die Babydecke und falls dann immer noch etwas über ist, wird ein weihnachtlicher Bird of Happiness gestrickt.

Kürzlich beim Berlin Knits Festival habe ich einen schönen grünen Strang von Frida Fuchs‘ Wonneproppen erstanden. Ich stricke das Garn mit 4er Nadeln und möchte eine Sturmhaube für meinen Sohn freestylen, also eine Mütze, die auch den Hals wärmt, die man einfach über den Kopf zieht und bei der einzig das Gesichtchen frei bleibt:

Wenn das so klappt, wie ich es mir vorstelle, schreibe ich vielleicht die Anleitung auf, denn ich finde es wirklich schwierig, eine schöne Anleitung online zu finden – daher meine Flucht hin zum selbstentworfenen Stück.

Das nächste Projekt ist in diesem Monat eines, das ich lange schon im Kopf hatte und vor der schwangerschaftlichen Strickübelkeit auch schon ganz kurz angeschlagen habe, dann aber liegen lassen musste. Den September über wurde der Wunsch, daran zu arbeiten, derart groß, dass ich es im Oktober wieder hervorgekramt und weitergestrickt habe. Schließlich nehme ich mir im Familienalltag die Zeit zum Stricken, weil ich sie brauche – dann soll ich doch bitteschön auch etwas stricken, wonach mir wirklich verlangt! Es handelt sich um Stephen Wests Magic Marled Shawl:

Vier Sektionen sind gestrickt und passen farblich natürlich überhaupt nicht zueinander, aber genau darin liegt ja der Charme dieses Tuches. Stephen West ist ohnehin einer, der Farben kombiniert wie er gerade lustig ist, und beim Mystery Knit Along zu diesem Tuch wusste ja auch niemand, wie es hinterher aussehen würde. Ich tu jetzt mal, als wüsste ich es auch noch nicht – und tatsächlich kann man es sich schwer vorstellen, aller Instagrambilder zum Trotz.

Es ist ein Projekt zur Resteverwertung im großen Stil, also genau richtig für mich, denn das ist ja irgendwie mein Lieblingsthema. Und es ist unheimlich eingängig zu stricken, obwohl jeder Teil des Patchworktuches anders gestrickt wird, also in eine andere Richtung, mit anderem Muster, anderer Technik, anderen Farben. Das macht es zu einem Teil, das man nicht mehr aus der Hand legen kann. Also wirklich gar nicht und überhaupt nicht, zumindest bis eine Sektion fertig ist. Unerfahrene Stricker können verschiedene Techniken üben, während allen Strickern das Kreuz-und-Quer-Patchworken nahegebracht wird. Sehr zu empfehlen!

Ich freue mich an den Farbkombinationen, die bei einem anderen Projekt bei mir nie zustande gekommen wären. Aber was soll passieren! Im schlimmsten Fall wird das Tuch zur Sofadecke oder an jemanden verschenkt, dem es gefällt und steht. Im besten und wahrscheinlicheren Fall aber habe ich meine Sockenwoll- und Fingering Weight-Reste verarbeitet und ein Tuch gestrickt, das schwarze Kleidung ein wenig belebt und mich an alle möglichen Dinge erinnert, die ich aus der Wolle, die zu den Resten gehört, noch gestrickt habe. Quasi ein zweites Cozy Memories Blanket. Eins für Mama, eins fürs Kind 🙂

Verlinkt bei Maschenfein

Kinderkram – zwei FOs im Herbst

Ihr Lieben, immer noch merke ich den frühschwangerschaftsbedingten Strickausfall des Frühsommers, denn ich hänge doch ganz schön mit allen möglichen Projekten hinterher, die ich mir für dieses Jahr ausgemalt hatte…

Und die Liste wächst ja mit jedem Tag, denn ich habe schon wieder ein schönes Patchworkmuster von KnitBugVal gesehen, das ich zu gerne stricken würde, z.B. als Coaster wie Valery sie auf ihrem Instagramaccount zeigt. Zudem hatte Stephen West am Wochenende einen 29%-igen Geburtstagsrabatt auf seine Anleitungen und da musste ich mir die Anleitung für seine Strickjacke Royally Striped kaufen, die ich neulich in einer wunderschönen und eleganten Farbgebung gesehen habe und nun natürlich auch stricken möchte. (Einiges zum Thema Vorweihnachtszeit und Stephen West ist zur Zeit auch auf den Nadeln befindlich, doch dazu die Tage mehr.)

Fertiggestellt habe ich allerdings auch zwei Projekte, und zwar für den allerkleinsten der Familie, der im tiefen Winter auf die Welt kommen wird. Warme Sachen müssen also her, die wir bei unserem ersten Kind im Sommer nicht brauchten.

Ich schrieb hier schon, dass ich auf Tüts Blog eine fertige Version des Hosenmatzes gesehen habe (gratis auf Ravelry). Diese Anleitung habe ich abgewandelt und so ein bißchen aus dem Bauch raus gestrickt – in der Hoffnung, dass der kleine Mensch mir seine richtigen Maße irgendwie vermittels Bauchgefühl zukommen lässt. So sieht sie aus:

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Das Garn ist Meilenweit und ich mag den Farbverlauf sehr. Es heißt zwar „blue and green should never be seen“, aber ich habe das nie sehr ernst genommen und finde Meeresblau und -grün eine nette Kombination – vor allem für Kinder.

Und zum Zweiten habe ich kürzlich Nestbau über Schreibtischarbeit gestellt und einen Mittag damit verbracht, diese Neugeborenenmütze zu stricken:

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Allein der Knopf fehlt noch. Die Anleitung ist Aviatrix und ich kann sie wirklich sehr empfehlen. Das Design ist clever, aber ganz leicht zu merken, sodass man sich gut beim Stricken auf Unerhaltung/Film/Hörbuch konzentrieren kann. UND die Anleitung kommt in vielerlei Ausführung, denn sie ist für diverse Garnstärken geschrieben. Das ist hervorragend und macht das kleine Projekt noch viel mehr zum Stashbuster, weil Ihr wirklich jedweden Rest verwenden könnt, sofern babykopfgeeignet. Obendrauf ist die Neugeborenengröße wirklich unheimlich schnell gestrickt.

Ich habe mich für das Garn Fair Alpaka entschieden, das ich, so glaube ich, hier gekauft habe. Mein Sohn und ich sind Neurodermitiker, und es ist schwer anzunehmen, dass der zweite Sohn allerwenigstens eine empfindliche Haut haben wird, von daher eignet sich das lanolinfreie Alpaka ohnehin hervorragend für unsereinen. (Lanolin ist nämlich für Neurodermitiker ganz fies und aua und allergieauslösend.) Fair Alpaka ist unglaublich weich und ich freue mich, dass ich noch soviel davon im Schrank habe. – More baby projects to come 🙂

Als nächstes Babyteil würde ich gerne den Emils Body von Stichfest anschlagen, aber ich muss die nächsten Monate auch auch kleinwenig realstisch einschätzen… Nestbautrieb hin oder her. Vielleicht will eine der Omas sich ja bereit erklären.

Verlinkt auf Kiddikram ud Creadienstag.

September = Malabrigomonat

Happy early birthday to me!!!

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Mein Campside Shawl ist rechtzeitig fertig geworden, wurde gewaschen und gespannt und ist nun mein Geschenk an mich selbst geworden. Ich li-hiiiiebe diese tolle Farbe (Teal Feather), die leider ganz schlecht zu fotografieren ist.

Zwei Stränge habe ich verarbeitet und soviel ist übrig geblieben:

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Ich hätte das Tuch mit diesem dritten Strang in der Farbe Pearl noch verlängern können,

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aber da ich das Tuch in einer Nadelstärke weniger gestrickt habe, als angegeben war, musste ich viele extra Reihen stricken, die Lochmustercharts also häufiger abstricken als angegeben, und so ergaben sich lange, lange Reihen mit Stephen West Potential… Noch länger wollte ich da einfach nicht dran stricken und mir dadurch womöglich den Spaß versauen, denn bis hierhin hat mir jede Masche Spaß gemacht! Ich kann die Anleitung (gratis!) nur allerallerwärmstens empfehlen.

Aus dem schönen Hellgrau habe ich, während das Tuch noch gebadet hat, den Welted Slouch von Stephen West angeschlagen und vertraue auf seine exzellenten Anleitungen, denn bislang habe ich nur eine ungefähre Idee, wie hieraus eine Mütze werden soll:

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Das Stricken aber macht großen Spaß und diese kurzen Reihen sind nach dem Tuch einfach herrlich!

Des weiteren liegt ein Adventskalender für den (noch) jüngsten im Haus auf den Nadeln, bei dem ich noch an meiner Faenspannung arbeiten muss, wie immer beim Faire Isle Stricken,

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und eine Babyhose, die ich auf Julias Blog bestaunt habe. Sie strickt den Hosenmatz, doch ich wandle ihn etwas ab. Ich stricke, als schwangere, mal aus dem Bauch heraus. Vermutlich werden aber alle meine Babysachen zu groß, weil mein großer Sohn mit 2 Jahren schon so groß ist, dass ich mich mit den Neugeborenenmaßen bestimmt verschätze. Bei unserem Winterbaby wird man dann vielleicht ein paar Wochen lang krempeln müssen.

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Ich wünschte ich hätte mehr Zeit (und keine doofe Doktorarbeit fertigzustellen), dann könnte ich noch so viele tolle Kinderpullis und -hosen stricken, endlich eine Strickjacke für mich anschlagen und endlich, endlich den Magic Marled Shawl stricken, der vor Monaten angeschlagen wurde und für den ganz viele Wollreste bereit liegen… Aber wem geht es nicht so, oder?

Verlinkt, gerade noch so, bei Marisas Auf den Nadeln September

Im September auf meinen Nadeln

Der August hat viele WIPs und auch ein, zwei FOs mit sich gebracht, wie z.B. diese fertige Pairfect Pants (die allerdings nicht aus Pairfect Garn gestrickt ist):

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Ich finde, dass sie für das angegebene Kindesalter deutlich zu groß ausfällt und auch einen für meinen Geschmack zu lockeren Abschluss am Bauchbündchen hat – und das trotz eines eingestrickten Gummis. Allerdings ist sie natürlich noch nicht trageerprobt, da das bestrickte Kind erst im tiefen Winter auf die Welt kommen wird. Ich bin also gespannt, ob meine Vorbehalte berechtigt sind.

Derweil hat Sophia weitere Kinderprojekte in der Mache, auf die ich furchtbar gespannt bin: Nämlich eine weitere Hose, einen Body und einen Pulli. Die müssen alle drei in unseren Babykleiderschrank einziehen! Grundsätzlich habe ich nämlich mit Sophias Handschuhdesign Fargerik allerbeste Erfahrungen gemacht und überlege immernoch fieberhaft, wo ich mir die Zeit für ein weiteres Paar aus den Rippen leiern kann. (Das zunächst vermurkste Paar mit den zwei rechten Daumen aus dem letzten Post ist übrigens mittlerweile zurück- und neugestrickt und tragebereit.)

Laut Blogtitel geht es ja aber um auf den Nadeln befindliche Projekte und da habe ich eines, in das ich ganz oberdoll verliebt bin. Gleichzeitig möchte ich es sofort tragen und noch so lange wie möglich daran weiterstricken, weil einfach jede Masche solchen Spaß macht! Die Rede ist von Alicia Plummers Campside Shawl, der auf Ravelry zum kostenlosen Download zur Verfügung steht. Molly von A Homespun House hat mich in einem ihrer früheren Podcasts mit dem Campsidevirus infiziert und nun verstehe ich, was sie an dem Projekt so toll fand. In Gedanken plant man sofort die Nummer zwei. Hier aber erstmal die aktuelle Version:

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Da ich mit Malabrigos wunderschöner und insgesamt einfach zum Verlieben toller Mechita Merinowolle stricke (Farbe Teal Feather, einfach unmöglich zu fotografieren in ihrer satten Smaragdschönheit), muss ich mit einer Nadelstärke weniger arbeiten als die Anleitung vorsieht, was wiederum dazu führt, dass ich deutlich mehr Wiederholungen des Musters stricken muss. So entstehen sehr lange Reihen… Allerdings bin ich in guten zwei Wochen, in denen ich daran arbeite, schon fast bis zum Ende fortgeschritten und mache es mir nun zum Ziel, das Tuch an meinem Geburtstag in zwei Wochen tragen zu können. Das wäre ein tolles Geschenk für mich selber.

Von der gleichen Wolle habe ich noch einen Strang in der Farbe Pearl, der zu einem Welted Slouch von Stephen West verarbeitet werden soll. Und da ich bald wieder zu Mylys nach Hamburg fahre, wo ich diese tolle, tolle Wolle gekauft habe und wo es hoffentlich noch immer Stränge davon gibt, plane ich schon ein Pulloverprojekt aus Malabrigo Mechita. Hach! Entweder etwas von Joji Locatelli oder ein einfacher Raglan von oben – mal sehen.

Zum zweiten habe ich Socken auf den Nadeln, die ich selbst entwerfe und die gerne PROBEGESTRICKT WERDEN KÖNNEN – wer Interesse daran hat, melde sich in den Kommentaren. 🙂

Mein Babybody Pepita (eine weitere Gratisanleitung, diesmal von Martina Behm) ruht aktuell, da mir die 2mm Nadeln gebrochen sind… Sie waren sehr neu und ich nicht ruppig mit ihnen, aber das Material ist eben, nun ja, nur 2mm stark. Jetzt muss ich sie im Wollladen umtauschen, der allerdings nicht gerade um die Ecke ist, und so zieht sich das Projekt in die Länge. Doch im Moment stricke ich ohnehin nur am Campside Shawl.

Ich möchte immer dringender mal selbst Wolle färben, hat da jemand Erfahrung mit? Wenn ja, hinterlasst auch hierfür gerne einen Kommentar.

Frohes Stricken allerseits und genießt den tollen September, der doch immer der allerschönste Monat des Jahres ist!!!

 

Verlinkt bei Auf den Nadeln September.